Pellets - der Brennstoff der Zukunft

Die Wärmeversorgung mit Bioenergie/ Holzpellets ist die wichtigste Säule der Energiewende in Deutschland, welche bis 2050 die vollständige regenerative Energieversorgung anstrebt.

Dabei sind Holzpellets der mit Abstand wichtigste Energieträger im Wärmemarkt mit den Kriterien:

  • nachwachsend, nachhaltig, regenerativ
  • nahezu unendliche Rohstoffreserven für zertifizierte Pellets
  • viel preiswerter als fossile Energie
  • 100% aus der Region "Energie von hier"
  • 100% CO2-neutral

Deshalb gehören Pelletheizungen für den Endkunden zu den wirtschaftlichsten Energieträgern der Gegenwart und Zukunft. Eine Umstellung von Öl und Gas auf Pellets wird sich trotz höherer Investitionen für Neuanlagen in wenigen Jahren amortisieren und zu reduzierten Verbräuchen und Kosten führen. Gegenüber anderen Feuerungsarten zeigen Pelletkessel und Pelletöfen den höchsten Wirkungsgrad, d.h. sie sind am effizientesten und daher am wirtschaftlichsten und umweltfreundlichsten.


Was sind Holzpellets?

Pellets sind zylindrische Presslinge aus Holz zur Verwendung als Energieträger. Sie sind in der Regel 3,15-40 mm lang und haben einen Durchmesser von 6-8 mm. Ihr Heizwert liegt bei rund 5 kWh/kg. Somit entspricht der Energiegehalt von einem Kilogramm Holzpellets etwa einem halben Liter Heizöl. Holzpellets werden ohne Zugabe von chemischen Bindemitteln aus getrocknetem, naturbelassenem Restholz hergestellt. Als Restholz werden unbehandelte Nebenprodukte aus der Holzindustrie (Sägemehl und Hobelspäne) und Waldrestholz aus einer nachhaltigen Forstwirtschaft bezeichnet. Unter hohem Druck werden die Holzpellets gepresst, ihre Bindung verdanken sie dem holzeigenen Lignin.


Zertifizierung

In der europäischen Norm EN 14961-2 sind die Qualitätsanforderungen für den Brennstoff festgelegt. Eine hohe Qualitätssicherung wird durch strenge Kontrolle der Grenzwerte gewährleistet und mit dem ENplus-Siegel die Premiumqualität gekennzeichnet. Kontrolliert wird hierbei die gesamte Kette von der Herstellung bis zur Anlieferung beim Endkunden.

Auch die DINplus-Zertifizierung gilt als international anerkanntes Qualitätsmerkmal. Das Zertifikat wird auf die Dauer von fünf Jahren ausgestellt. Geprüft werden unter anderem Eigenschaften wie Wassergehalt, Schüttdichte, Abriebverhalten, chemische Verunreinigungen und Ascheerweichungstemperatur.


Holzpelletproduktion in Deutschland

Auf der Internetpräsenz des DEPV ist die Entwicklung der Holzpellet-Produktion in Deutschland illustriert. Der tatsächlichen Produktion werden die Kapazitäten und der tatsächliche Verbrauch gegenübergestellt.
Tatsächlich für die Produktion genutzt werden lediglich 70 % der verfügbaren Kapazitäten. Verbraucht werden etwa 87 % der produzierten Holzpellets.


Stirbt der Wald durch Holzpellets?

Im Internet kursieren zu diesem Thema die wildesten Spekulationen. Das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) stellt auf seiner Internetpräsenz einige grundsätzliche Fakten dar. Der deutsche Wald ist entgegen einiger Meinungen weit von einer Übernutzung durch die Holzpelletsindustrie entfernt. Zur Produktion der Holzpellets werden ausschließlich Resthölzer und Abfallprodukte der Sägeindustrie verwendet.
Durch die nachhaltige Forstwirtschaft in Deutschland beträgt alleine der Nachwuchs an Holzvorräten jährlich rund 120 Millionen Kubikmeter, von denen weniger als 60 % genutzt werden. D.h. im Umkehrschluss: die Waldflächen in Deutschland wachsen stetig weiter.


Auch erschließt die Holzpelletindustrie bereits neue Potenziale zur Rohstoffgewinnung, um bei stark steigender Nachfrage diese sättigen zu können. Dazu nutzt man die Kurzumtriebsplantagen (KUP). Diese umfassen schnell nachwachsende Baumarten, wie z.B. Pappeln oder Weiden. KUPs gelten nicht als Wald, da nach der Ernte die Fläche wieder als Ackerland genutzt werden kann. Geerntet werden die Hölzer in der Regel nach 3-10 Jahren.